In über 3000 Jahren Geschichte, haben Phönizier. Römer und Mauren Ihre Spuren hinterlassen und machen Málaga zu einer der ältesten Kultur- Hauptstädte weltweit. Sie ist mit über 570 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Andalusiens (die größte ist Sevilla) und besitzt einen der größten spanischen Flughäfen. Neben dem ursprünglichen Hafen wurden 2011 die neuen Kais 1und 2 (Muelle uno y muelle dos) fertiggestellt. Hier finden Sie Restaurants, Geschäfte und Cafés sowie das Centro Pompidou Málaga. Gleich nebenan ist der große Stadtpark und die Strände sind auch nicht weit. Das mediterrane Klima Málagas macht den Aufenthalt auch im Dezember noch angenehm und es gibt Leute, die dann noch im Meer baden.
Für Kulturliebhaber ist Málaga eine Fundgrube. Weil sich die meisten Museen – wovon es in Málaga über 60 gibt – in historischen Gebäuden direkt im Zentrum der Stadt befinden, können Sie einfach zu Fuß erreichen. Viele der Museen Málagas befinden sich in ehemaligen Palästen mit Innenhöfen. Die bekanntesten sind das Museo Picasso, das Museo Carmen Thyssen und das Centro Pompidou Málaga. Aber es gibt noch viele andere, die zum Teil kostenlos besucht werden können, z.B. das Museo de Málaga, das sich im ehemaligen Zollpalast am Stadtpark (Paseo del Parque) befindet.
Das Klima in Málaga Stadt ist durch seine Lage direkt am Mittelmeer ausgesprochen angenehm, nicht so heiß im Sommer wie z.B. Córdoba oder Sevilla und weit milder im Winter. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 18°C, wobei die wärmsten Monate Juli mit durchschnittlich 24,8°C und August mit durchschnittlich 25,4°C sind. Das mittlere Tagesmaximum liegt im Sommer bei 30°C. Allerdings gibt im Sommer gelegentlich Terral, das ist ein heißer Föhnwind, der aus dem Landesinneren kommt und die Temperatur um ca. 10°C ansteigen lässt. Wenn Sie sich allerdings von der Küste weg ins Landesinnere bewegen, ist es im Sommer wärmer und im Winter kühler als in der Stadt.
Da sich viele Touristen bei einer Rundreise nur ein bis zwei Tage in einer Stadt aufhalten und es so viel zu sehen gibt, habe ich hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Málaga Stadt zusammengestellt um Ihnen die Auswahl zu erleichtern.
An der Plaza Marina finden übrigens Sie das zentrale Tourismusbüro. Hier können Sie Infomaterial und Stadtpläne erhalten.
Falls Sie sich für einen Besuch der Orte, die nicht direkt im Zentrum sind entscheiden, können Sie sich mit dem Bus oder der Metro in Málaga fortbewegen, oder Sie nehmen ein Taxi.
Die zwei wichtigsten Taxiunternehmen in Málaga sind:
Unitaxi: Tel.(+34) 952 33 33 33 und Taxi Unión (+34) 952 04 08 04
Sehenswürdigkeiten:
Die vier größten historischen Gebäude Málagas befinden sich alle sehr nah beieinander und mitten im Zentrum von Málaga.
Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación – Die Kathedrale von Málaga
Im Renaissance Stil auf den Ruinen einer ehemaligen Moschee ab 1528 erbaut, ist die Kathedrale von Málaga bis heute unvollendet, da 1782 das Budget der Stadt erschöpft war und der südliche Turm der Kathedrale nicht vollendet werden konnte. Die Bewohner Málagas benannten sie daher mit der Verniedlichungsform von „die Einarmige“ : La Manquita.

Adresse: Calle Molina Lario, 9 – im Zentrum
Geöffnet: Mo – Fr 10:00 – 20 h, Sa 10:00 – 18:00 h und So: 14:00 – 18:00 h
Eintritt 2024 inklusive Audioguide: 10,- Euro, Senioren 9,- Euro
Die Alcazaba, die ehemalige Festung Málagas

Die Alcazaba wurde während der Regierungszeit des Maurensultans Bādīs errichtet. Als ehemalige Festung wurde sie zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert auf den Resten einer phönizischen Burg erbaut. Heute befindet sich in der Burg ein Saal, in dem Keramiken aus der islamischen Zeit Málagas ausgestellt sind.
Adresse: C/ Alcazabilla, 2 – im Zentrum
Öffnungszeiten:
Vom 01. November bis zum 31.März Mo – Fr 09:00 – 18:00 Uhr, letzter Einlass um 17:15 Uhr
Vom 01. April bis zum 31. Oktober von 09:00 bis 20:00 Uhr, letzter Einlass um 19:15 Uhr
Eintrittspreis Normaltarif 2025: 3,50 Euro
Die Alcazaba gehört zusammen mit der Burg Gibralfaro („Castillo de Gibralfaro“) und dem römischen Theater („Teatro Romano“) zu den wichtigsten Denkmälern der Stadt.
Castillo del Gibralfaro – die Burg Gibralfaro
Die Burg Gibralfaro befindet sich oberhalb der Alcazaba wurde 1998 im Gebäude der ehemaligen Pulverkammer ein Interpretationszentrum eröffnet, in dem das Leben in der Burg als Militärquartier und Küstenwache zwischen 1487 bis 1925 erklärt wird.

Vom Paseo del Parque können Sie die Buslinie 35 zur Burg nehmen.
Eintritt: 3,50 Euro
Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden die Alcazaba und auch die Burg Gibralfaro besuchen möchten, kostet das Kombi-Ticket für beide Besuche 5,50 Euro. Für Senioren: 1,50 / 2,50 Euro
Adresse: C/ Alcazabilla, 2 – im Zentrum
Öffnungszeiten:
Vom 01. November bis zum 31.März Mo – Fr 09:00 – 18:00 Uhr, letzter Einlass um 17:15 Uhr
Vom 01. April bis zum 31. Oktober von 09:00 bis 20:00 Uhr, letzter Einlass um 19:15 Uhr
Weitere Informationen auf Deutsch und fantastische Fotos von der Alcazaba und der Burg Gibralfaro finden Sie auf der Website der Stadtverwaltung Ayuntamiento de Málaga
Das römische Theater
Das römische Theater besteht aus den Resten des Theaters der antiken Stadt Malaka und ist Zeugnis der römischen Präsenz in Málaga. Es befindet sich im historischen Zentrum der Stadt am Fuß des Hügels der Alcazaba.

Adresse: Calle Alcazabilla – im Zentrum
Öffnungszeiten:
dienstags bis samstags von 10:00 bis 18:00 Uhr,
An Sonn- und Feiertagen von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
freier Eintritt
Überarbeitete Version 03.01.2025
Am 28.03.2015 war es endlich soweit: Der Caminito del Rey wurde wiedereröffnet. Ich selbst bin ihn zum ersten Mal am Tag danach gegangen. Hier ein paar nützliche Informationen und mein Erfahrungsbericht.





Eintrittskarten und Öffnungszeiten
Betreten kann den Caminito nur, wer vorab ein Ticket reserviert hat. Ohne Ticket kein Zugang. Kaufen kann man diese online über die Webseite caminitodelrey.info, die sich auf spanisch und auf englisch anzeigen lässt. Manchmal kann man auch noch Karten direkt am Eingang für den aktuellen Tag erstehen, ist aber nicht garantiert. Die Öffnungszeit des Geländes und der Zutritt zum Wanderweg ist von dienstags bis sonntags von 09:30 bis 15:00 Uhr (während der Winterzeit) und von 09:30 bis 17:00 Uhr (während der Sommerzeit).
Falls Sie auf der offiziellen Seite keine Tickets mehr bekommen, können Sie es auch hier bei GetYourGuide versuchen oder hier bei Tiqets können Sie Eintrittskarten mit Führung auf deutsch bekommen.
Die Anzahl der Besucher ist begrenzt, weshalb es an bestimmten Tagen, gerade Wochenende, zu Engpässen kommen wird. Also, wer kann, sollte lieber unter der Woche gehen.
Der Preis der Eintrittskarten ohne Führung beträgt auf der Website des Caminito 10 .- € plus 1,50 Bearbeitungsgebühr pro Person, die Tickets mit Führung 18,- plus 1,50 Bearbeitungsgebühr Euro pro Person. Tickets für den Parkplatz und für den Pendelbus können Sie auf der offiziellen Website gleich mitbuchen.
Wenn Sie ein Ticket gekauft haben, ist es empfehlenswert den Telegram Kanal des Caminito del Rey zu abonnieren. Sie werden dann informiert, wenn er wegen großer Hitze oder schlechtem Wetter geschlossen wird.
Ablauf und Regeln
Bevor Sie Tickets buchen, sollten Sie sich unbedingt mit den Nutzungsregeln vertraut machen. Hier einige wichtige Regeln vorab:
– Mindestalter ist 8 Jahre. Kinder unter 8 Jahren haben keine Zutritt (Ausweis mitnehmen!!!).
– Auch Hunde etc. haben keinen Zutritt.
– Es gibt keine Toiletten unterwegs!
– Kein Regenschirm, Stativ, Selfiestick etc. …
Die Strecke
Der Eingang befindet sich im Norden (Acceso Norte) beim Stausee „Pantano Conde de Guadalhorce“ (siehe meinen Beitrag) Man kann die Strecke nur in einer Richtung gehen und mit dem Shuttle-Bus wieder zum Startpunkt zurückkehren. Dieser fährt alle 30 Minuten. Wir waren ca. 2 Std. 40 Minuten zu Fuß unterwegs. Mitgerechnet ein kurzes Picknick auf halber Strecke im Tal, wo es auch ein paar Bänke zum Ausruhen gibt. Nach meiner Aufzeichnung (siehe hier) beträgt die Strecke 6,44 Km. Zuerst geht es über den Laufsteg in ca. 150 Metern Höhe durch die erste Schlucht, dann durch das eingeschlossene Tal über einen Wanderweg und zuletzt wieder über einen Laufsteg (diesmal nicht ganz so hoch) durch die nächste Schlucht. In den Felswänden der nördlichen Schlucht nisten Gänsegeier und nicht selten sieht man sie dort ihre Kreise ziehen (siehe auch Mirador de las Buitreras).
Der neue Caminito ist sehr sicher und man fühlt sich auch sicher. Also eher ein angenehmer Spaziergang für Jung und Alt.
Parken am Caminito del Rey
Am Besucherzentrum des Caminito del Rey für 2,- Euro. Sie sollten dann eine Stunde vorher dort sein.
Vom Stausee bis zum Eingang des Caminitos sind es ca. 20-30 Minuten Fußmarsch. Es gibt einen bewachten, kostenpflichtigen Parkplatz. Man kann (derzeit noch) seinen Wagen auch am Straßenrand parken.
Einen weiteren Parkplatz gibt es am Ausgang in El Chorro (Acceso Sur). Man kann seinen Wagen auch dort abstellen und mit dem Shuttle-Bus zum Eingang (bzw. bis zum Stausee) fahren. Der erste Bus fährt um 9:00 Uhr von Süd nach Nord.
Naturreservat Caminito del Rey
Die Schlucht, welche der Caminito del Rey durchquert, ist ein Naturreservat der besonderen Art. Hier nisten und brüten u.a. seltene Vogelarten und nicht selten kann man Geier am Himmel kreisen sehen. Da ist es selbstverständlich, dass man dieses mit dem nötigen Respekt und Anstand betritt, keinen Müll oder sonstiges hinterlässt und sich auch möglichst ruhig verhält.
Spanien ist das erste Land, das das allgemeine Tempolimit innerhalb von Städten und Ortschaften von 50 km/h auf 30 km/h herabgesetzt hat (Verordnung gültig ab dem 11.05.2021). Davon betroffen sind alle Straßen, die in beide Fahrtrichtung jeweils nur eine Spur haben.
Auf Straßen mit nur einer Spur für beide Richtungen gilt ab sofort 20 km/h.
Nur auf Straßen, die pro Fahrtrichtung mehr als eine Spur haben, darf weiterhin mit 50km/h gefahren werden.
Mit dieser Maßnahme versucht man, die Zahl der Unfalltoten innerhalb der Städte zu reduzieren. Außerdem hofft man, dass dies zu einem besseren „Miteinander“ im Verkehr führt.
Bußgelder bei Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit
Das Überschreiten des Tempolimit kann schnell sehr teuer werden, das gilt auch für Touristen. In der Regel kassiert die Polizei direkt vor Ort in Bar oder per Kreditkarte. Zudem können Strafen aus dem EU-Ausland auch in Deutschland vollstreckt werden.
Wer 20 km/h zu schnell fährt, muss mit einem Bußgeld von mindestens 100 € rechnen. Bei einer Überschreitung von 50 km/h fallen mindestens 600€ an.
Für weitere Informationen über Verkehrsregeln in Spanien können Sie die Website des ADAC besuchen .
Dieser spektakuläre Wanderweg liegt in der Sierra Tejeda, in der Axarquía, einer Bergregion östlich von Málaga. El Saltillo wird auch gerne mit dem Caminito del Rey verglichen. Der Weg hat den Schwierigkeitsgrad mittel bis hoch und man sollte trittsicher und schwindelfrei sein. Ausgangspunkt ist das Dorfzentrum von Canillas de Aceituno. Von dort an ist der Weg gekennzeichnet. Es geht steil durch die engen Gassen des Dörfchens bergauf bis wir zur Acequia (Bewässerungsgraben) gelangen, die uns fast den gesamten Weg lang begleitet.
Wir wandern zunächst entlang an Kleingärten und genießen eine spektakuläre Aussicht, vom höchsten Gipfel, dem Maroma über die gesamte Region bis hinunter zur Küste. Nach circa einer halben Stunde Fußmarsch kommen wir am El Albercón vorbei, einem Wasserauffangbecken noch aus der Zeit der Araber, das heute noch die Landwirtschaft mit Wasser versorgt.
Wir folgen weiterhin dem Bewässerungsgraben und kommen bald an ein kürzlich gebautes Häuschen, worin sich eine Entkalkungsanlage befindet. Nach einer weiteren Weile Fußmarsch kommen wir an die Schlucht des Flusses Almanchares. Kurze Zeit später verzweigt sich der Weg. Entweder man geht den Weg weiter und kommt, teils über einen Laufsteg, weiter hinein in die Schlucht. Oder man geht hinunter zur Hängebrücke.
Auf der anderen Seite der Hängebrücke geht es weiter in das Örtchen Sedella. Dieser Teil des El Saltillo ist allerdings sehr anspruchsvoll und hat den Schwierigkeitsgrad hoch. Oder ihr macht es wie ich und geht den Weg wieder zurück nach Canillas de Aceituno.
Länge: ca. 8 km, Dauer hin und zurück ca. 4 Std.
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